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So wird's gemacht. Edelsteine wie der Profi selber bohren.

 

Das Bohren mit Diamant-Hohlbohrern in verschiedene Materialien musste man bis vor einigenJahren noch als Beruf erlernen und es versteht sich, dass man zu Beginn seine eigenen Erfahrungen machen muss. Den richtigen Umgang zeigen wir Ihnen hier in unserem Onlineshop.

Die Bohrmaschine Typ Professional  ist eine speziell entwickelte Maschine, um mit Diamant-Hohlbohrern Werkstoffe wie Glas, Quarz, Keramik, Edelsteine aller Art (außer Diamant) sowie Vollhartmetall bohren zu können.

Die Bohrmaschine hat einen leistungsstarken 220 - 240 V-Permanent-Magnet-Motor und einen Spindelantrieb über 3-fach Riemenscheibe mit Poly-V-Riemen. Dies bringt den hier sehr wichtigen Vorteil des fast 6-fachen Drehmomentes im unteren Drehzahlbereich (für große Bohrdurchmesser). Pinolen-Vorschub für gefühlvolles Arbeiten und praktische Bohrtiefen-anzeige mit einstellbarem Anschlag sowie einer präzisionsgelagerten Bohrspindel.

Um Ihre Umgebung vor Wasserspritzern zu schützen sollten sie die Maschine in eine Spritzschutzwanne stellen. (Abb. 1). Um sich selbst zu schützen, ist es ratsam eine wasserabweisende Schürze zu tragen.

 

Die Höhenverstellung

Seitlich an der Maschine befinden sich die Klemmhebel zur Höhenverstellung zur Grobverstellung müssen die Hebel 1 ,2 und 3 gelöst werden. Zur Feineinstellung müssen die Hebel 1 und 2 offen, und Hebel 3 angezogen sein. Nun kann mit der Kurbel 4 die Feineinstellung vorgenommen werden. Zur Sicherung müssen jedoch die Hebel 1 und 2 wieder angezogen werden

 

Vorbereitung

Nun beginnen Sie mit der Vorbereitung der Maschine.
Dazu müssen diverse Stellen gefettet werden. Benutzen Sie dazu das beiliegende Wasserpumpenfett.
Öffnen Sie die Abdeckung in dem Sie die Verschlussschrauben 1 und 2 lösen.
Nun können Sie die Abdeckung abheben.

 

Die Bohrspindel der Maschine ist durchbohrt, damit die Bohrer durch die Spindel mit Kühlflüssigkeit gekühlt werden können. Zum Abdichten sind zwei Simmerringe eingesetzt. Diese müssen von Zeit zu Zeit mit Wasserpumpenfett gefettet und bei Undichtheit ausgetauscht werden. Sie sollten jedoch bei häufiger Benutzung die Dichtungen öfters fetten. Dazu benutzen Sie bitte die Fettspritze. Das hier aufgetragene Fett können Sie z. Bsp. mit einem Wattestäbchen einbringen. (siehe Bilder)

 

Die Abdeckung können Sie jetzt wieder aufsetzen und mit den Schrauben handfest verschließen Der Wasserstab (siehe Bild) wird nur im oberen Drittel gefettet. Das Fett können Sie hier mit Daumen und Zeigefinger verteilen. Nun setzen Sie den Wasserstab ein ohne die Überwurfmutter 1 anzuziehen (siehe Bilder).

 
 

Jetzt befestigen den Wasserschlauch am Wasserstab. Dazu drehen Sie die kleine Überwurfmutter ab und führen den Schlauch durch die Mutter. Dann stecken Sie den Schlauch auf den Wasserstab und befestigen ihn mit der Überwurfmutter.
Der Spüldruck der Kühlflüssigkeit soll mindestens 3,5 bar (Hausanschluss) betragen, damit der Bohrschlamm ausgespült wird. (siehe Bilder)

 
 

Diamantbohrer

Unsere Bohrer werden immer mit einer Auswerfernadel geliefert. Während des Bohrvorgangs schiebt sich diese Auswerfernadel zurück und beim herausfahren aus der Bohrung wird dieser durch den Anschlag am Wasserstab wieder nach unten gedrückt und stößt somit den Bohrstöpsel aus. Die Diamanthohlbohrer sind in einer Aufnahme eingelötet. Diese Aufnahme wird als Typ „F“ bezeichnet und hat am hinteren Ende ein Gewinde 4x0,5 mm. Der Auswerfer wird von hinten in die Aufnahme eingeführt und soll noch ca. 1mm über den Bohrerrand herausragen. Der Bohrer wird zusammen mit der Auswerfernadel in die Maschine eingeschraubt und mit einer Zange Handfest bzw. leicht angezogen. (Bilder ähnlich)

Nun schieben Sie den Wasserstab ganz nach unten bis er die Auswerfernadel berührt. Die Überwurfmutter 1 können Sie jetzt mit einem Schraubenschlüssel leicht anziehen.

Wichtig: Der Wasserstab wird durch das hindurch fließende Wasser an den Reibepunkten der Simmerringe gekühlt. Um Schäden an Wasserstab und Simmerringen zu vermeiden, ist die Bohrmaschine NIEMALS ohne Wasser in Betrieb zu nehmen. Bei Trockenbohrungen muss der Wasserstab entfernt werden.
Nun ist die Maschine bereit um verschiedene Bohraufträge durchzuführen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten des Bohrens.

• Durchbohren
• Anbohren
• Kugelbohren 

Für diese Arten müssen unterschiedliche Vorbereitungen getroffen werden. Zunächst richten wir die Maschine fürs Durchbohren ein. Die Problematik hier ist, dass das Bohrloch beim einseitigen Durchbohren ausbricht. Deshalb bohren wir hier von zwei Seiten.

 
 
 

Das Gegenstück

Das sich die Bohrkanäle auch genau treffen setzen wir hier Gegenstücke ein. Diese sollen dafür sorgen, dass wir ein durchgängiges Loch erhalten. Der Durchmesser der Gegenstücke muss zwingend dem Bohrerdurchmesser entsprechen. Die Gegenstücke werden in den Metalleinsatz des Magnetfußes ein, und mit einer Zange leicht festgedreht. Jetzt muss das Gegenstück genau gegenüber dem Diamantbohrer ausgerichtet werden. Das ereicht man wenn man den Bohrer etwas über dem Gegenstück positioniert und durch leichte Schläge mittels eines Gummihammers den Magnetfuß so verschiebt, dass man keinen Absatz mehr fühlt. Um ein Aufeinandertreffen des Bohrers mit dem Gegenstück zu vermeiden stellen wir jetzt noch den Anschlag ein. Der Anschlag mit Tiefenanzeige befindet sich links von der Maschine. (siehe Bilderstecke)

 
 

Als Hilfsmittel benutzen wir hier entweder ein Stück festes Papier oder ein dünnes Blech. Dieses klemmen wir zwischen Gegenstück und Bohrer und stellen den Anschlag auf Null. Nun drehen Sie zuerst das Wasser auf und betätigen den Hauptschalter der Maschine. Etwas Wasser sollte jetzt durch den Bohrer geflossen kommen, jedoch versperrt die Auswerfernadel den vollen Wasserdruck. Dieser erhöht sich erst, wenn die Auswerfernadel durch den Bohrvorgang zurückgedrückt wird. Neue Bohrer sollten erstmalig geschärft werden. Dazu bohren Sie 2-3 mal in den beiliegenden Schärfstein.

Jetzt gehts los !

Nehmen Sie jetzt Ihr erstes zu bohrendes Teil. Hier im Beispiel nehmen wir einen Kieselstein. Dieser soll jetzt von zwei Seiten gebohrt werden. Hierzu positionieren Sie den Stein durch einfaches Halten mit der Hand unter dem Bohrer. 

An der gewünschten Stelle bohren Sie jetzt unter leichtem Druck ein Loch in den Stein. Um ein Ausbrechen des Bohrrandes beim umdrehen zu vermeiden sollte dies nicht tiefer sein als die Schaftlänge des Gegenstückes. 

Jetzt können Sie den Stein umdrehen um ihn auf dem Gegenstück zu zentrieren. Nun bohren sie wieder unter leichtem Druck das zweite Loch in den Stein. Um die Bohrung auszuspülen sollten Sie öfters den Bohrer aus dem Bohrloch heraufbewegen um Verklemmungen zu vermeiden. 

Diesen Vorgang wiederholen Sie so oft bis sie den Stein vollkommen durchbohrt haben. Der Anschlag sollte jetzt auch verhindern, dass der Bohrer auf das Gegenstück trifft. Diesen Bohrvorgang haben wir gefilmt und Sie können sich diesen in unserer Infothek anschauen.

 

 
 
 
 
Kugeln bohren

Ausgehend davon, dass die Maschine noch zentrisch gegenüber dem Gegenstück eingerichtet ist müssen Sie als erstes den Metalleinsatz gegen den Plastikeinsatz mit Trichter austauschen.

In Abhängigkeit vom Kugeldurchmesser können verschiedene Plastikeinsätze angeboten werden. Nun legen Sie die Kugel in den Trichter. Der Trichter sorgt dafür, dass die Kugel mittig unter dem Bohrer liegt. Bohren Sie jetzt diese Kugel an. Soll sie durchgebohrt werden bohren Sie wieder nur so tief wie die gegenwärtige Schaftlänge des zu verwendenden Gegenstück misst.

Nachdem Sie die Kugel angebohrt haben ersetzen Sie den Plastikeinsatz wieder gegen den Metalleinsatz mit Gegenstück. Jetzt können Sie die Kugel genau wie im Beispiel mit dem Kiesel durch umdrehen durchbohren.

Wenn Sie nur anbohren möchten, ersetzen Sie den Metalleinsatz mit dem Plastikeinsatz „flach“. Dieser schützt auch Ihr Bohrgut vor Beschädigungen.

Wir hoffen die Anleitung hat Ihnen bei Ihrem Start geholfen.
Sollten Sie dennoch Probleme haben rufen Sie uns einfach an oder schreiben uns.